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2016 Gedenkstein Heimatvertriebene

22.10.2016

Text Karl Damian

An diesem Tag wurde unter Anteilnahme der Öffentlichkeit ein Gedenkstein, nicht nur für die  Sudetendeutschen und deren Nachkommen eingeweiht, sondern auch für die Einheimischen und Zugezogenen. Dieser Stein erinnert an die Kriegswirren im Dritten Reich und den daraus folgenden Reaktionen. Dabei mussten viele Unschuldige auf allen Seiten leiden. Stellvertretend für die Vertriebenen und Flüchtlinge aus vielen Ländern haben zwei Bürger aus Burgjoss, in Eigeninitiative als Erinnerung diesen Stein gesetzt.

Als Beispiel für diese Zeit ist in der Rützel-Chronik aufgeführt, dass eine Kirchenerweiterung in Pfaffenhausen erforderlich war, weil hier für zusätzlich 220 neue Mitbürger eine seelsorgerische Begleitung gewünscht war. Auch in den anderen Dörfern waren nach dem Krieg eine erhebliche Anzahl Neubürger unterzubringen und zu integrieren.   „Unsere Heimat hat stets viele Auswärtige in ihr Leben aufgenommen und integriert, so dass sie sich wohlfühlten, selbst solche, die zunächst dieser Abgeschiedenheit misstrauisch gegenüberstanden.“ 

Der Stein ist auch ein Symbol dafür, dass nach schmerzlichem Verlust der Heimat nicht nur hier eine Unterkunft, sondern auch eine Bindung zur neuen Heimat gefunden wurde. Zu diesem Erfolg haben beide Seiten große Anstrengungen unternommen und dadurch zum Gelingen beigetragen. Alle Seiten haben durch die Vermischung der Kulturen neue Ideen und einen wirtschaftlichen Zuwachs hervorgebracht. Dies war Voraussetzung für den Versöhnungswillen mit den Herkunftsländern.

Zitat: Hessen und die Vertriebenen, Rolf Messerschmidt

„Heute ist nur eine versöhnende gemeinsame Zukunft wichtig, die zwar an das vergangene Geschehen erinnert, aber auch an das teilweise unter erheblicher Anstrengung bis zur Gegenwart Erreichte gedenkt. Die nicht nur anerkennt, sondern auch würdigt, dass die nicht umzudeutende erfolgreiche Eingliederung der Vertriebenen und das wieder erreichte Ansehen wichtiger sind als unwiederbringlich Verlorenem nachzuhängen. Die herausragenden Leistungen von Einheimischen und Vertriebenen, aus den Trümmern des Dritten Reichs erfolgreich gemeinsam etwas Neues aufzubauen, hat dazu bereits vor Jahrzenten den Weg gewiesen“.

Text Initiator Alois Albrecht

Anlässlich des 5. Jahrestages der Gedenkstein-Einweihung am 22. Oktober 2016 in Burgjoss will ich an das Schicksal der Sudetendeutschen erinnern, die 1946 aus ihrer , ca. 800 Jahre angestammten Heimat, aus dem heutigen Tschechien, vertrieben wurden.  (Siehe Karte)

Vertreibungen sind Unrecht und Verbrechen, egal aus welchem Grund sie stattfinden. Auch heute noch geschieht dies und erzeugt viel Leid.

Ich möchte die Erinnerung an das Schicksal der Heimatvertriebenen wachhalten und dass sie auch an die nächsten Generationen weitergegeben werden. Dadurch bekommen die Bürger einen guten Eindruck und ein besseres Verständnis zu diesem Thema.

Auf dieser Homepage wurde ein Link über ein Video zur Einweihungsfeier an der Burgjosser Kirche und eine Liste der Personen, die 1946 nach Burgjoss eingewiesen wurden, zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen, Fotos und Videos können über Mail       angefordert werden.

 

Link zur Namensliste der ab 1946 eingewiesenen Heimatvertriebnen       Liste Heimatvertriebene Burgjoss

 

Link zum Video anlässlich der Einweihung des Gedenksteines 2016   (Video)

 

Karte:  historisches Sudetenland

Karte Sudetenland