Neuigkeiten aus der Heimatgeschichte

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Vereinsgründung

 

Nach mehreren Anläufen und verschiedenen Ideen aus den Ortsteilen haben wir eine ausreichende Anzahl Interessierte gefunden um den Geschichtsverein zu gründen. Die konstituierende Sitzung fand am 18.06.19 statt. Der nächste Schritt ist die Beantragung der Gemeinnützigkeit. Danach dürfen wir Spenden annehmen.

Die Empfänger dieser Mitteilung bitten wir um Unterstützung bzw. sich als aktive oder passive Mitglieder bei der oben angegebenen Mailadresse zu melden. Die bisherigen Aktivitäten als Gruppe Heimatgeschichte können im

Digitalarchiv (http://archiv.heimatgeschichte.jossgrund.net/ ) und auf der  Homepage(https://www.jossgrund-ehrenamt.de/seite/315332/wer-wir-sind.html )  eingesehen werden.

Fragen, Anregungen und Ideen für Projekte können ebenfalls an uns geschickt werden.

Der Vereinsvorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Karl Damian,

2. Vorsitzender Robert Ruppel,  Schriftführer Martin Heldt, Kassenwart Rolf Büttner

Vortrag von Dr. Hansert zu Georg Hartmann

Am Sonntag den 22.04.18 veranstaltete die Gruppe Heimatgeschichte Jossgrund einen Vortrag über den früheren Bürger von Burgjoß, Georg Hartmann. Der Frankfurter Industrielle entdeckte Burgjoß in den 1930er Jahren und nutzte dort ein Anwesen bis 1953. Das Herrenhaus und der Schafhof waren sein Refugium für die Familie und für seine Aktivitäten als Kunstmäzen. Seine Kunstsammlung ist weltberühmt und ist, soweit sie von den Erben nicht verkauft wurde, in renommierten Museen ausgestellt. zB im Städel in Frankfurt. Diese Aktivitäten wurden vom Referenten Dr. Hansert dem interessierten Publikum dargelegt. Hervorzuheben ist, dass einige Zeitzeugen anwesend waren und von Ihren Erinnerungen berichten konnten. Als besonders bemerkenswert waren die Berichte über das soziale Verhalten Hartmanns im Dorf, mit dem Lehrer und Pfarrer. Hier half er den Bewohnern und die Kinder hatten ihre Freude bei den organisierten Veranstaltungen. In seinen Frankfurter Fabriken beschäftigte er etliche Lehrlinge und Arbeiter aus Jossgrund.

Eine Zusammenfassung von Ereignissen, vom Wirken Georg Hartmann und Berichte von den Zeitzeugen, einschließlich vieler Bilder, sind in einer 92-Seitigen Broschüre zu lesen. Diese kann bei km-damian(at)arcor.de für 10 € bestellt werden.

Die Gemeindeverwaltung und viele Bürger haben bei der Datensammlung und der Vorbereitung für diesen Vortrag mitgewirkt.

 

                

 

 

Ausflug zur historischen Töpferei Marjoß.

Die Gruppe Heimatgeschichte Jossgrund besuchte am 24. März bei schönem Wetter die historische Töpferei der Familie Ommert in Marjoß. Das Gebäude mit Brennofen gehörte einem Georg Ruppert auch genannt Hansjes. Die Werkstatt war gut vorbereitet und es lagen sogar Sitzkissen auf den Stühlen. Nach einer geschichtlichen Einführung zur Töpferei in Marjoß, das Handwerk und das Werkstattgebäude gab es eine Vorführung an der Drehscheibe. Davor wurde von H. Ommert die schwierige und komplizierte Gewinnung und Vorbereitung der verschiedenen Tonarten erklärt. Er bat dabei um Unterstützung bei der Abwehr der Baumaßnahmen der Firma Procon, welche an der historischen und landschaftlich wertvollen Tongrube (Tonkautekopf) Windräder aufstellen möchte. Das Drehen eines Gefäßes erfordert viel Geschick und Fingerspitzengefühl. Wir wurden Zeugen bei der Herstellung eines Trinkbechers. Bei der Führung konnten wir den riesigen Brennofen für 1000 Teile sehen. Im hinteren Teil des Gebäudes waren Keramikerzeugnisse aus verschiedenen Zeiten und für verschiedene Funktionen zu sehen. Dies ist der Anfang einer geplanten Präsentation über die Marjoßer Töpfereigeschichte.

Der Ausklang fand bei Kaffee und Kuchen statt. Die 16 Gäste aus Jossgrund, Gründau und Flörsbachtal bedanken sich für die guten Informationen, die Vorführung und die Bewirtung.

Die Familie Ommert möchte die Töpferei erhalten, weiter ausbauen und der Öffentlichkeit die einzigartige Marjoßer Keramik näherbringen. Spenden sind jederzeit willkommen.

Eine Broschüre aus 1981 hergestellt von H. Grein Otzberg Lengfeld ist als Nachdruck für 10 € zu bestellen bei . Auf 60 Seiten sind umfangreiche Informationen zusammengestellt mit zusätzlicher Ergänzung von H. Ommert bis zum Stand von 2018.

 

 

Flurbezeichnungen

Seit uralter Zeit war es Brauch, der Landschaft mit ihren Bergen, Tälern, Wäldern, Wiesen und Bächen, Namen zu geben. Dies führte zu einer Vertrautheit mit der Heimat und innerhalb der Bewohner. Natürlich waren diese Bezeichnungen im Dialekt. Seit einiger Zeit hat sich Robert Ruppel diesem Thema angenommen und zusammen mit Bürgern und Gruppenmitgliedern die alten Dialektnamen recherchiert. An Hand von Tabelle und Karten kann man nun nachsehen wie die einzelnen Geländeformationen offiziell und in Dialekt bezeichnet werden.

Beispiel aus Oberndorf:

Rabenberg                            Råbe Bäch

Rabengrund                          Råbe Grond

Wiesenrain                            Wieserå

Gras-Weg zum Wiesenrain   Gårdewäch

Mühlgarten                            Mühlgårde

 

Die Gruppe Heimatgeschichte wünscht viel Freude bei Stöbern.

 

Für weitere Projekte sind Mitmacher/innen jederzeit willkommen.

 

Link für Flurnamen:

https://www.jossgrund-ehrenamt.de/seite/333348/2017-neue-text-f%C3%BCr-archiv.html