Ehrenamtskarte für Timo Abersfelder, Günter Birkler, Annett Schmidt, Rudi Wolf und Herbert Schreiber
Ehrenbrief des Landes Hessen für Helmut Ruppel
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2018 Dialekt Flurnamen

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Flurbezeichnungen

Seit uralter Zeit war es Brauch der Landschaft mit ihren Bergen, Tälern, Wäldern, Wiesen und Bächen Namen zu geben. Dies führte zu einer Vertrautheit mit der Heimat und innerhalb der Bewohner. Natürlich waren diese Bezeichnungen im Dialekt.

 

Flurbezeichnungen von Burgjoß

 

Historische Flurbezeichnungen im Dialekt: Aufgezeichnet von Robert Ruppel mit Unterstützung von Alois Albrecht, Burgjoß (01.01.2017)

Da ein Dialekt ja bekanntlich nicht so aufgeschrieben werden kann wie er gesprochen wird, hier eine kleine Hilfestellung:

Wie schreibt man z. Bsp. doa (da)? Dazu dieser Hinweis: „då“

Nr.

Amtlicher Name

Historischer Name

90

Belzchen

Belzche

91

Winterleite

Wenderleide

92

Orber Grund

Ürber Grond

93

Sulzkurve

In de Sulz

94

Mittelgrund

Meddelgrond

95

Spirkelbach /Spirgelbach

Spirgelbich

96

Dürrer Rain

Dürr Rå

97

Schweinskaul

Schwoinskåude

98

Sommerleite

Sommerleide

99

Schafberg

Schåfsbäch

100

Waldsiedlung

Siedlung

101

Obere Auwiese

Öber Åwiese

102

Untere Auwiese

Önner Åwiese

103

Pferdetümpel (früherer Waschplatz der Pferde)

Gäilsdembel

104

Hoftannen

Hofdånne

105

Hofacker

Hofacker

106

Almes

Ålmes

107

Rother Weg

Rote Wäch

108

Geigenloch

Geichelooch

109

Auraer Grund

Äuere Grond

110

Schöneberg

Schömbäch, Schimbäch, Schembäch

111

Mückengrund

Möckegrond

112

Breite Tal

Bråtdål

113

Steiniger Berg

Ståmiche Bäch

114

Aspentälchen

Aspedälche

115

Weich (jetzt Gewerbegebiet)

Weich

116

Felsenkeller (Familie Paul Heß)

Felsekäler

 

 

 

 

 

 

Flurbezeichnungen von Oberndorf

 

Historische Flurbezeichnungen im Dialekt: Aufgezeichnet von Robert Ruppel mit Unterstützung von Franz-Josef Weismantel (17.01.2018)

Da ein Dialekt ja bekanntlich nicht so aufgeschrieben werden kann wie er gesprochen wird, hier eine kleine Hilfestellung:

Wie schreibt man z. Bsp. doa (da)? Dazu dieser Hinweis: „då“

Nr.

Amtlicher Name

Historischer Name

31

Rabenberg

Råbe Bäch

32

Rabengrund

Råbe Grond

33

Wiesenrain

Wieserå

34

Gras-Weg zum Wiesenrain

Gårdewäch

35

Mühlgarten

Mühlgårde

36

Mathes Eller Berg

Murds Eller

37

Mathes Eller Berg (leichte Senke oberhalb vom heutigen Festplatz/Ski-Lift-Gelände)

Gaßgårde

38

Wetterrain

Wäder-Rå

39

Wettergrund

Wäder Grond

40

Villbacher Pfad

Villbicher Pedche

41

Kreuzgrund

Kreuz Grond

42

Kreuzweg (Kreuzgrund zur Gänsepfütze)

Kreuz Wäch

43

Gänsepfütze (Dr. Hackmann-Stein)

Gänspötsche

44

Schwarzer Berg

Schwårze Bäch

45

Bismarck-Eiche

Bimarck-Aiche

46

Hoher Berg

Hoche Bäch

47

Orber Gasse

Ürber Gasse

48

Häckers Tälchen (Seitental vom Kreuzgrund zur Sandkaute)

Höäckersch Dälche

49

Sandkaute (Hang rechts der Orber Gasse)

Håserå

50

Sandkaute (bei Jossatal-Schule, ehem. Sportplatz)

Bållacker

51

Sandkaute

Såndkåute

52

Sandkaute (zwischen Dünkelsgrübe und Ballacker)

Ale Feld

53

Dinkelsgrube

Dengelsgrübe

54

Bornrain (unterer Hangteil vor der Talaue, heute Bornrainstraße-Verlängerung)

Bürnrå

55

Untere Au-Wiese (Wiesen in der Talaue der Jossa)

Önner A-Wiese

56

Zöllersberg (oberhalb der Landstraße nach Burgjoß, heutige Herrnfeldstraße)

Bråte Wäch

57

Zöllersberg (heutige Heimbuchenstraße)

Håbuche

58

Zöllersberg (Osthang über dem Dorf)

Bäch

59

Zöllersberg (heutiger Hochbehälter Burgjoß und davon ostwärts)

Ålmes

60

Zöllersberg (Oswärts vom Ålmes)

Herrnfeld

61

Zöllersberg (östlich vom Herrnfeld, Hang runter ins Dief Tål)

Trieb

62

Zöllersberg/Geilstück (östlich der Bergeshöhe)

Gåålstöck

63

Tiefental (Tal zwischen Zöllersberg und Schöneberg zum Auraer Grund hin)

Dief Dåål

64

Tiefental (Wiese in der Talsenke unterhalb des Almes Weges) Die geringe Quelle hat teilweise gereicht um die Schafherde zu tränken)

Gålbürnche

65

Zöllersberg (Im Bereich Ålmes und Herrnfeld oberhalb des Asphaltweges ein kleiner Bereich) Evtl. nur im Sprachgebrauch der Familie Ludwig Walz (Wänesch))

Küppel

66

Schöneberg

Schimbäch

67

Tiefental (oberer südlicher Teil, ab Auraer Weg zum Hötzhöhlchen)

Loch

68

Hüttkreuz zum Loch

Äuere Wäch

69

Hüttkreuz

Höttkreuz

70

Flattberg/Geißwiese (Höhenzug zwischen Hüttkreuz und Küppel)

Gaßwiese

71

Zeilrücken (Osthang des Flattberg unterhalb der Geißwiese zum Loch)

Zeilrick

72

Hötzhöhlche (oberer Talanfang am Waldrand) Fußweg nach Deutelbach

Hötzhöhlche

73

Küppel (Verlängerung der Geißwiese nach Süden Richtung Bayrischer- bzw. Gemeindewald)

Stråß

74

Küppel (höchster Berg von Oberndorf)

Küppel

75

Regenbörnchen (Beginn der Talsenke zwischen Flattberg und Lauzenrain)

Räbürnche

76

Leite (Südhang des Flattbergs, Bereich des Hochbehälters)

Leide

77

Lauzenrain

Låuzerå

78

Hirtental

Hirdedål

79

Leite Graben (Talsenke zwischen Flattberg und Lauzenrain. Da war ehemals ein Hohlweg

Leidegråbe

80

Flattberg (unterer Berghang nach Westen)

Buschel

81

Flattberg (mehr zum Hüttkreuz zu)

Flåttbäch

82

Zöllersberg/Flattberg (Talsenke mit Hohle zwischen den beiden Bergen) heute Verlängerung der Deutelbacher Straße

Flåtthöll

83

Pfaffenhäuser Weg

Pfaffehäuser Wäch

84

Obere Auwiese

öber A-Wiese

85

Fisch-Weiher (ehemals Familie Reuter)

Weiher

86

Wiesenrain

Sackur (Familienbegriff von Seelichs und Rödersch)

87

Wiesenrain

Leibche (Familienbegriff von Seelichs und Rödersch)

 

 

 

Flurbezeichnungen von Pfaffenhausen

Historische Flurbezeichnungen im Dialekt:

Aufgezeichnet von Rudolf Schreiber, Mühlstraße 1 (Stand: 23.03.2018)

Da ein Dialekt ja bekanntlich nicht so aufgeschrieben werden kann wie er gesprochen wird, hier eine kleine Hilfestellung:

Wie schreibt man z. Bsp. doa (da)? Dazu dieser Hinweis: „då“

 

Nr.

Amtlicher Name

Historischer Name

1

Lernhöhe

Lernhöh

2

Wachthütte

Wachthötte

3

Im Gelöchels ???

Im Gölöchels

4

Hamberg / Heinberg

Håmbäch

5

Glasgrund

Glåsgrond

6

Langer Grund

Långer Grond

7

Hoher Rain ???

Hoher Rå

8

Gollmich

Gollmich

9

Kreuzfeld

Kräuzfeld

10

Höhe ???

Höh

11

Pferchfeld ???

Pirchfeld

12

Gelnhäuser Hecke ???

Gellhäuser Hecke

13

Gewinkels ???

Gewengels

14

Buchenkuppe

Bucheküppel

15

Schwarzer Grund ???

Schwårze Grond

16

Breitenbach

Bratemich

17

Wiesenrain

Wieserå

18

Hirtental

Ertedål

19

Königsberg

Könsbäch

20

Auraer Tal

Äuere Dål

21

Hüttstraße ???

Höttstråß

22

Querberg

Quotebäch

23

Am Schellweg ???

Schellwäch

24

Hatchesgrund / Kneippanlage ???

Hatchesgrond, Holzbuch

25

Altfeld ???

Alefeld

26

Handtal

Hånddål

27

Lohrhaupter Berg

Lahadder Bäch

28

Gesiegels ???

Gesichels

29

Röderfeld im Gemeindewald

Röderfeld

30

Schafswasser

Schåfswasser

 

Am Eingang zum Gemeindewald, vom Küppel her kommend, steht ein Bildstöckchen. = Beldstöckelche

Das Röderfeld im Gemeindewald ist nach der früheren Nutzungsart, dem immer wieder Roden und vorübergehender Nutzung als landwirtschaftliche Fläche, benannt.

Vor der Schafsschur wurde die Jossa bei der heutigen Gollmichbrücke gestaut und darin wurden die Schafe gebadet. Daher die Bezeichnung dieses Ortes als Schåfswasser.

Im Bereich der Gollmich gab es auch mal einen Judenfriedhof. Der genaue Standort ist aber nicht bekannt.

 

 

Flurbezeichnungen von Lettgenbrunn

 

Historische Flurbezeichnungen im Dialekt:

 

Durch die zweifache Zwangsentsiedlung von Lettgenbrunn und Villbach ist der frühere Dialekt der Dörfer verloren gegangen. Seit der Wiederbesiedlung ab 1947 wird kein Dialekt gesprochen. Insofern sind keine Flurbegriffe im Dialekt mehr vorhanden. Durch die Nutzung des Geländes als Truppenübungs- und Bombenabwurfplatz sind dazu neue Begriffe entstanden (Bombenhügel, Minenwerfergrund).

Nr.

Amtlicher Name

Historischer Name / Lage

 

Krugswald

 

 

Heister

 

 

Wiesenrain

 

 

Villbacher Grund

 

 

Am Dorf

 

 

Der ewige Grund

 

 

Herrnlach

 

 

Birkenrain

 

 

Hartrain

 

 

Am Birkenrain

 

 

Am Hungerrangen

 

 

Lehmgrube

 

 

Am Hungerbach

 

 

Hungerbach

 

 

Hinter- und Vorderhart

 

 

Hinterhart

 

 

Vorderhart

 

 

An der Hart

 

 

Hart

 

 

Vor der Hart

 

 

Geisküppel

 

 

Am Geisküppel

 

 

Hinter- und Vorderpfütze

 

 

Gebranntes

 

 

Bombenhügel

 

 

Am früheren Soldatenlager

 

 

Stelzengarten

 

 

Beilstein

 

 

Am Beilstein

 

 

Dreispitze

 

 

 

 

 

 

 

Flurbezeichnungen von Villbach

 

Historische Flurbezeichnungen im Dialekt:

 

Durch die zweifache Zwangsentsiedlung von Lettgenbrunn und Villbach ist der frühere Dialekt der Dörfer verloren gegangen. Seit der Wiederbesiedlung ab 1947 wird kein Dialekt gesprochen. Insofern sind keine Flurbegriffe im Dialekt mehr vorhanden. Durch die Nutzung des Geländes als Truppenübungs- und Bombenabwurfplatz sind dazu neue Begriffe entstanden (Bombenhügel, Minenwerfergrund).

Nr.

Amtlicher Name

Historischer Name / Lage

 

Geisbart

 

 

Am Berg

jetzt Golfplatzgelände

 

Im Grund

Asphaltweg durch den Golfplatz Richtung Kassel

 

Am Dick

Waldstück nach dem Durchgang durchs Gattertor, links weg Richtung Kassel am Ende des Golfplatzes (außerhalb des Zaunes)

 

Ruhrain

Eichenwald am Asphaltweg durch den Golfplatz Richtung Kassel, rechts am Ende des Golfplatzes

 

Am Horst

Standort des Golf-Club-Hauses

 

Horst

Seemenhof jetzt Clubhaus Golfclub

 

Krugsfeld

Oberhalb vom Hof Buxa, rechts der Straße Richtung Flörsbach bis zum Wald.

 

An der Hohle

Vom Anwesen Bien bergwärts hoch

 

Am Zieldorf

Hofreite von Armin Bandilla

 

Am Heister

Oberhalb von Uwe Bandilla

 

Am Beilstein

 

 

LINK  zu Bild  Dialekt Flurnamen Jossgrund:     (hier)
LINK zu Bild  Flurnamen Lettgenbrunn                (hier 2)

 

 

 

 

 

Karl und Robert üben im Internet