Ehrenbrief des Landes Hessen für Helmut Ruppel
Ehrenamtskarte für Timo Abersfelder, Günter Birkler, Annett Schmidt, Rudi Wolf und Herbert Schreiber
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2016 08 31 Ehrenamtsagentur Jossgrund im GT

"Ehrenamt halten und entlasten" lautet die Überschrift über einen ausführlichen Artikel im "Gelnhäuser Tageblatt" vom 31. August 2016, Seite 24, über die Ziele und Angebote der Ehrenamtsagentur. Nachfolgend der Text des Artikels:

WERBER Helmut Ruppel, Initiator der Jossgrunder Ehrenamtsagentur über deren Ziele und Angebote / Zum Wohl der Gemeinde

JOSSGRUND - JOSSGRUND (bis). Vor etwa einem halben Jahr wurde Helmut Ruppel von der Gemeinde Jossgrund mit dem Aufbau der "Ehrenamtsagentur" beauftragt. Sie ist als Produkt der "Ideenschmiede" entstanden. Es handelt sich dabei um ein selbstständiges Service-Büro, das ortsteilübergreifend arbeitet und nicht an politische Gremien gebunden ist.

"Ob sie sich zu einem Verein oder einer Stiftung entwickelt, um Einnahmen oder Spenden zu generieren, das wird die Zeit noch zeigen", sagt Ruppel im Gespräch mit dem GT. Er selbst übt das Amt ehrenamtlich und unentgeltlich aus. Lediglich ein gewisses Budget habe er sich am Anfang gesichert, um schnell und unbürokratisch agieren zu können. Zudem wurde er mit dem nötigen technischen Equipment wie Laptop, Beamer, Flipchart und Moderationskoffer ausgestattet. Entweder sei er in den eigenen vier Wänden tätig oder er befinde sich im persönlichen Kontakt mit den Menschen, so beschreibt er seinen Arbeitsplatz. Alle zwei Wochen trifft er sich mit Bürgermeister Rainer Schreiber, um ihn darüber zu informieren, was sich in der Zwischenzeit entwickelt hat und um weitere Pläne zu besprechen.

Ein Teil dessen, was bislang erreicht wurde, ist auf der Homepage der Gemeinde Jossgrund dokumentiert. Dort sind zum Beispiel Instrumente hinterlegt, die für Vereine wichtig sind, wie etwa ein Leitfaden für Pressewarte. Die Ehrenamtsagentur soll einen Mehrwert für die Vereine bringen, betont der Initiator der Einrichtung. Er selbst war über viele Jahre hinweg in der Vereinsarbeit tätig. "Die Gewinnung von Mitgliedern ist überall ein Thema", spricht er aus Erfahrung. Wolle man eine Person für einen bestimmten Posten gewinnen, sei zum Beispiel eine genaue Aufgabenbeschreibung von Vorteil. Zudem möchte er engagierte Personen motivieren, die Ehrenamtscard zu beantragen. "Das macht hier niemand von selbst." In Jossgrund müsse man nicht erst Ehrenamtliche gewinnen, sondern das Ehrenamt halten und entlasten, ist er überzeugt.

Die Ehrenamtsagentur soll jedoch nicht nur Vereine stärken, sondern auch diverse Serviceleistungen vermitteln. Zudem regt Ruppel an, die TÜV-Abnahmeprüfungen von Spielplätzen gleichzeitig auch auf den heimischen Sportplätzen durchzuführen. "Die Koordination spart unnötige Anfahrtskosten", verdeutlicht er und räumt ein, dass das Thema nicht ganz einfach sei. Es bedürfe eines langfristigen Gewöhnungsprozesses, in dem Vertrauen erst aufgebaut werden müsse. "Wichtig ist, dass Informationen auf der Internetseite der Gemeinde eingestellt werden, die sowohl den Bürgern als auch den Gästen zeigt, was in Jossgrund so läuft. Viele meinen, hier bei uns sei tote Hose, aber das ist nicht so", macht Ruppel deutlich. Jeder Jossgrunder müsse Botschafter für seine Heimatgemeinde werden. Doch dafür müsse man erst ihren Blick schärfen. "Es gibt in Jossgrund rund 100 Dienstleister. Das sind potenzielle Arbeitgeber, viele wissen das überhaupt nicht", so der rührige Oberndorfer. Die Betriebe haben die Möglichkeit, sich auf der Homepage der Gemeinde mit Firmensteckbriefen darzustellen. Vereinen wird auf dem Portal die Gelegenheit gegeben, sich mit einem professionellen Foto zu präsentieren.

Wissen als Chance

Seine Motivation sei, etwas von dem zurückzugeben, was er gelernt hat. Seine berufliche Tätigkeit als Regionalleiter im Geschäftskunden-Service eröffneten ihm gewisse Einblicke in das Thema Führungsinstrumente. Zudem könne er auf seine Erfahrungen in Marketing, Vertrieb und Personalwesen zurückgreifen. Den Vereinen bewusst zu machen, seinen Wissensschatz als Chance zu begreifen, sei nicht ganz einfach. Die anfängliche Skepsis habe bisweilen schon klare und deutliche Rückmeldungen, Ängste und Revierkämpfe hervorgerufen.

Mit der kfd Oberndorf hat Ruppel bereits zwei Workshops durchgeführt, in denen sich die Gruppe, die 2017 100-jähriges Bestehen feiert, ein Ziel ausgearbeitet hat, das für sie oberste Priorität hat. Derzeit plant die Ehrenamtsagentur die Einrichtung einer Kleiderkammer, um hochwertige Kleiderspenden für Bedürftige kostengünstig zur Verfügung zu stellen. Start war am 30. August in Lettgenbrunn. Zudem soll am 16. September eine zweite öffentliche Neubürgerbegrüßung stattfinden. "Mit jedem kleinen Schritt werden wir auf Dauer Erfolg haben", blickt Ruppel optimistisch in die Zukunft.

Zu erreichen ist die Ehrenamtsagentur unter der Telefonnummer 06059/902646 oder per E-Mail unter .

Danke:

  • "Gelnhäuser Tageblatt" für die "Veröffentlichungsfreigabe" des Artikels

  • Birgit Sinsel für die Bereitstellung des "Originalbildes"